Zahnfleischentzündung

Die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) beginnt am Zahnfleisch und kann sich ungünstigsten Falles bis zum Kieferknochen fortentwickeln. Sichtbar sind zunächst eine Schwellung und Rötung des Zahnfleischsaums, manchmal auch wässrige oder blutige Sekrete. Im Gefolge der Schwellung entstehen Taschen zwischen Zahnfleisch und Zahn. Hauterkrankungen, Diabetes, Vitaminmangel und Blutkrankheiten müssen ausgeschlossen werden.
Wenn die Entzündung weiter fortschreitet, vertiefen sich die Zahnfleischtaschen, Zahnsteinablagerungen vermehren sich, das Zahnfleisch verliert schließlich die Haftung an den Zähnen und der Knochenabbau beginnt. Die Zähne beginnen locker zu werden. Man spricht dann von Parodontitis. Mundspülungen und Antibiotika bewirken oftmals nicht viel. Die zahnärztliche Behandlung besteht in der Sanierung der Taschen. Trotzdem müssen häufig Zähne gezogen werden oder fallen von selber aus.
Eine Alternative zu einem solchen Verlauf besteht darin, mit einer besonderen Methode Abstriche aus den tiefen Zahnfleischtaschen vorzunehmen. Eine individuelle Immuntherapie auf der Grundlage der in den Zahnfleischtaschen angetroffenen Krankheitserreger kann zu einer nachhaltigen Besserung beitragen.

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