Infektionen der Haut
AkneJe nach Schweregrad werden oberflächliche und tiefe Akne unterschieden. Offene (dunkle) oder geschlossene (weiße) Komedonen, entzündete Papeln, oberflächliche Zysten und Pusteln kennzeichnen eine oberflächliche Akne. Bei der tiefen Akne treten zusätzlich entzündete Knoten und tiefe vereiterte Zysten auf. Typischerweise treten diese Hauterscheinungen vor allem im Gesicht, im Nacken, auf der Brust, dem oberen Rücken sowie den Schultern auf.
Eine Wechselbeziehung zwischen Hormonen, besonders in der Pubertät, Verhornung, Talg und Bakterien bestimmt den Verlauf, die Dauer und die Schwere der Erkrankung. Eine zunehmende Verhornung der Haut führt zur Blockierung der Talgdrüsen und damit zur Entstehung eines Komedos, der aus Talg, Hornsubstanzen und Bakterien besteht. Enzyme des Propioni-Bakteriums spalten Fette im Talg und setzen so Fettsäuren frei, die eine Entzündung hervor rufen. Vereiterte Zysten öffnen und entleeren sich zum Teil an der Hautoberfläche. Häufig bilden sich Narben.
Im Allgemeinen bessert sich die Akne von selbst, der Zeitpunkt ist jedoch ungewiss. Verschiedene Therapien bis hin zu Dauer-Antibiotikagabe, Hormonen oder anderen Substanzen, deren Nebenwirkungen sorgfältig überwacht werden müssen, kommen zum Einsatz. Manche großen Entzündungsherde müssen chirurgisch eröffnet werden. Bei den im Eiter enthaltenen Bakterien handelt es sich meist um Staphylokokken. Die Bakterien können zur Herstellung einer individuellen Immuntherapie genutzt werden, die die Zahl und Ausprägung der infizierten Aknepusteln in Schacht halten kann.
Akne inversa (englisch: Hydradenitis suppurativa)
Bei der Akne inversa handelt es sich um eine schmerzhafte Entzündung der Talgdrüsen und Haarfollikel hauptsächlich in der Achsel- und Leistenregion, bei der auch die Drüsenausgänge zerstört werden. Schmerzhafte Knötchen in der Haut verschmelzen und bilden Fistelgänge aus, zum Teil wird Sekret abgesondert. Die Besiedelung mit Bakterien ist nicht die Ursache der Erkrankung, stellt sich aber in den entzündeten, nässenden Gängen ein. Wo Sauerstoff schlecht hingelangt gedeihen zum Teil besonders unangenehme Bakterien, die den Verlauf der Erkrankung verschlimmern. Teilweise bilden sich narbige Stränge. In dem narbigen, schlecht durchbluteten Gewebe hat eine Antibiotikatherapie oft keinen großen Erfolg. Häufig werden Gänge, Narben oder sogar ganze Hautbereiche chirurgisch entfernt. Selbst im Gebiet von transplantierter Haut können wieder neue Gänge entstehen. Narbenbildung infolge der Entzündung und infolge der Operation können die Beweglichkeit der betroffenen Regionen einschränken.
Eine individuelle Immuntherapie auf der Basis der beteiligten Bakterien, kann zur Minderung der entzündlichen Reaktion führen. Sofern operative Eingriffe vorgenommen werden müssen, verbessern sich die Aussichten, wenn gleichzeitig eine individuelle Immuntherapie angewandt wird.
Haarfollikelentzündung (Follikulitis)
Eine Entzündung der Haarbälge kann dort chronisch werden, wo zahlreiche Haarfollikel vorhanden sind, z. B. im Bartbereich oder im Bereich der Nackenhaare. Oftmals wachsen Haare gekrümmt aus der Haut, biegen sich einwärts und dringen wieder in die Haut ein. Die Haut wird hier gereizt. Kommen Bakterien dazu, kommt es zu Vereiterungen.
Auch hier kann eine individuelle Immuntherapie helfen, die Bakterien zu bekämpfen, die die eitrige Entzündung unterhalten.
Eiterflechte (Impetigo)
Die Eiterflechte ist eine häufige Hautinfektion, v. a. bei Kindern. Verschiedene Bakterien können der Auslöser sein. Arme, Beine und Gesicht sind anfälliger als bedeckte Körperteile. Oberflächliche Hautverletzungen (Insektenbisse, Herpes) oder Hauteinrisse können befallen werden und den Bakterien als Eintrittspforte dienen. Hier entsteht dann eine nässende, schorfige Entzündung, die sich an Ort und Stelle ausbreiten, aber auch an anderen Körperstellen weitergehen kann, unter anderem durch Kratzen. Im Allgemeinen wird ein Hautabstrich gemacht, auf dessen Grundlage ein wirksames Antibiotikum gewählt werden kann.
Wird der Verlauf dennoch chronisch, kann eine erregerspezifische, individuelle Immuntherapie die herkömmliche Therapie unterstützen.
Furunkel, Karbunkel und Abszesse
Furunkel sind äußerst schmerzhafte, eitrige Entzündungen in der Haut. Sie können am ganzen Körper vorkommen. Furunkel befallen häufig ansonsten gesunde, junge Menschen.
Als Karbunkel bezeichnet man eine Gruppe von Furunkeln mit unter der Haut sich ausbreitender bakterieller Infektion, die einen tiefen Eiterherd zur Folge hat. Nach der langsamen Heilung hinterlassen Karbunkel große Narben.
Ein Haut-Abszess ist eine Eiteransammlung in der Tiefe der Haut, die an der betreffenden Stelle gerötet und gespannt sein kann.
Abszess am Ellenbogen
Furunkel treten meist am Hals, auf Brust oder Rücken, im Gesicht und am Gesäß auf. Karbunkel betreffen vor allem männliche Patienten, am häufigsten im Nacken. Die Erkrankung kann aus noch nicht bekannten Gründen chronisch-wiederkehrend verlaufen. Besonders große und damit schmerzhafte Furunkel/Karbunkel oder Abszesse müssen chirurgisch behandelt werden. Im Gesicht oder im Nasen-Lippenbereich liegende Furunkel müssen mit einem breit wirkenden Antibiotikum behandelt werden. Wiederkehrende Furunkel werden üblicherweise mit einer dauernden Antibiotika-Therapie behandelt. Wird das Antibiotikum abgesetzt, kehren die bekannten Infektionsmuster häufig zurück.
Diese Kette kann mit einer individuellen Immuntherapie aus den ansteckenden Eiterbakterien wirksam unterbrochen werden.
Bartholini-Abszess
Der Bartholini-Abszess ist eine Entzündung der Bartholinischen Drüse bzw. ihres Ausführungsganges im hinteren Drittel der großen Schamlippen. Wenn der Ausführungsgang sich wiederholt entzündet, kann es zu einer Verklebung kommen, so dass das Drüsensekret nicht mehr abläuft und sich eine Zyste mit gestautem Sekret bildet (Bartholinische Zyste). Diese Zyste kann wiederum mit Bakterien infiziert sein. Wenn die Entzündung auf das umgebende Gewebe übergreift, spricht man von einem Abszess. Leichtes Fieber kann dabei auftreten, typisch sind starke Entzündungs- und Spannungsschmerzen.
Meist wird der Abszess aufgrund der Schmerzen mit dem Skalpell eröffnet. Eine Therapie mit einem Antibiotikum schafft im Allgemeinen Abhilfe.
Dennoch gibt es Verläufe, bei denen die betroffenen Frauen sich wieder und wieder unter das Messer legen müssen. In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, auf Basis der nachgewiesenen Bakterien eine erregerspezifische, individuelle Immuntherapie durchzuführen.
Neurodermitis
Die Haut als wichtiges Barriere-Organ gegenüber der Umwelt ist bei Personen mit Neurodermitis weniger gut gegen Bakterien, Pilze und Viren geschützt ist als gesunde Haut. Oft ist sie chronisch mit Bakterien, vor allem Staphylokokken, infiziert.
Einzelne Hautareale können sich durch die bakterielle Besiedlung zusätzlich entzünden. In diesem Fall kann man eine individuellen Immuntherapie die sogenannte Superinfektion beseitigen und eine allgemeine Verbesserung der Hautsymptome erzielen.
Infizierte Wunden, Wundheilungsstörungen
Die gestörte Wundheilung kann damit zusammenhängen, dass die Durchblutung im kranken Gebiet herabgesetzt ist. Dabei kann es sich um ein Problem der zuführenden Blutbahnen, der Arterien, handeln, oder um eines der abtransportierenden Blutgefäße, der Venen. Aber auch eine Kombination von beidem ist möglich. Sofern nicht genügend Blut in das Wundgebiet gelangt, wie das bei Ablagerungen in den Arterien (AVK) oder bei Diabetikern der Fall ist, können z. B. Antibiotika auf dem Blutwege auch nicht in ausreichender Menge zu ihrem Bestimmungsort gelangen. Wenn andererseits der Abfluss der Venen gestört ist, gibt es immer eine Schwellung im betroffenen Gebiet, die wiederum die Durchblutung behindert.
Selbst wenn diese Faktoren nicht vorliegen, gibt es Wunden, die nicht heilen oder sogar sich weiter ausbreiten. Meist sind diese dann mit Bakterien infiziert, die im Laufe der Krankengeschichte gegen die gängigen Medikamente unempfindlich (= resistent) geworden sind.
Des Weiteren ereignen sich Wundinfektionen zum Teil nach operativen Eingriffen, z. B. nach Operationen an Gelenken, mit oder ohne Gelenkersatz. Manche Bakterien können eine Art „Film“ bilden, den Medikamente nicht erreichen können.
In all diesen Fällen, gibt es die Möglichkeit, auf Basis sämtlicher Bakterien, die in der Wunde zu finden sind, erregerspezifische, individuelle Immuntherapie durchzuführen. Es ist ein geeigneter Weg, dem Immunsystem dazu zu verhelfen, sich aus eigener Kraft gegen die schädliche Besiedlung zu wehren.
Knochenentzündungen
Die meisten Knocheninfektionen werden von Bakterien verursacht. Offene Knochenbrüche, Unfallverletzungen mit unübersichtlichen, tiefen Gewebeverletzungen oder Quetschungen können infiziert werden. Bei intakter Haut können Bakterien über das Blut, ausgehend von infizierten Geweben (z. B. Mandel-, Mittelohr- oder Zahnentzündung), zum Knochen gelangen. Besonders anfällig sind mit dem Knochen verbundene Fremdkörper, wie z. B. künstliche Gelenkteile. Meistens handelt es sich bei den verursachenden Bakterien um Staphylococcus aureus.
Ist die Behandlung einer akuten Knochenentzündung z. B. mit Antibiotika nur teilweise erfolgreich, entwickelt sich eine chronische Knochenentzündung, die über Monate bis viele Jahre mit Schmerzen und Funktionseinschränkung verbunden ist. Die Lebensqualität der betroffenen Patienten wird stark einschränkt.
Manchmal sind mehrere Bakterienarten beteiligt, die nur noch auf breit wirkende Antibiotika ansprechen. Im Verlauf der Erkrankung können sich die Erreger und ihr Resistenzverhalten ändern, wobei das Arsenal der noch wirksamen Antibiotika geringer wird. Der fortschreitenden Knochenzerstörung folgen weitere chirurgische Eingriffe und weitere antibiotische Therapien. Solche schweren Krankheitsbilder wurden bereits bevor Antibiotika zur Verfügung standen mit dem Prinzip der individuellen Immuntherapie behandelt.
Eine solche auf den Patienten maßgeschneiderte Therapie ist in Studien kontrolliert worden und hat sich in über der Hälfte der Fälle als wirksam erwiesen.
Furunkel treten meist am Hals, auf Brust oder Rücken, im Gesicht und am Gesäß auf. Karbunkel betreffen vor allem männliche Patienten, am häufigsten im Nacken. Die Erkrankung kann aus noch nicht bekannten Gründen chronisch-wiederkehrend verlaufen. Besonders große und damit schmerzhafte Furunkel/Karbunkel oder Abszesse müssen chirurgisch behandelt werden. Im Gesicht oder im Nasen-Lippenbereich liegende Furunkel müssen mit einem breit wirkenden Antibiotikum behandelt werden. Wiederkehrende Furunkel werden üblicherweise mit einer dauernden Antibiotika-Therapie behandelt. Wird das Antibiotikum abgesetzt, kehren die bekannten Infektionsmuster häufig zurück.
Diese Kette kann mit einer individuellen Immuntherapie aus den ansteckenden Eiterbakterien wirksam unterbrochen werden.
Bartholini-Abszess
Der Bartholini-Abszess ist eine Entzündung der Bartholinischen Drüse bzw. ihres Ausführungsganges im hinteren Drittel der großen Schamlippen. Wenn der Ausführungsgang sich wiederholt entzündet, kann es zu einer Verklebung kommen, so dass das Drüsensekret nicht mehr abläuft und sich eine Zyste mit gestautem Sekret bildet (Bartholinische Zyste). Diese Zyste kann wiederum mit Bakterien infiziert sein. Wenn die Entzündung auf das umgebende Gewebe übergreift, spricht man von einem Abszess. Leichtes Fieber kann dabei auftreten, typisch sind starke Entzündungs- und Spannungsschmerzen.
Meist wird der Abszess aufgrund der Schmerzen mit dem Skalpell eröffnet. Eine Therapie mit einem Antibiotikum schafft im Allgemeinen Abhilfe.
Dennoch gibt es Verläufe, bei denen die betroffenen Frauen sich wieder und wieder unter das Messer legen müssen. In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, auf Basis der nachgewiesenen Bakterien eine erregerspezifische, individuelle Immuntherapie durchzuführen.
Neurodermitis
Die Haut als wichtiges Barriere-Organ gegenüber der Umwelt ist bei Personen mit Neurodermitis weniger gut gegen Bakterien, Pilze und Viren geschützt ist als gesunde Haut. Oft ist sie chronisch mit Bakterien, vor allem Staphylokokken, infiziert.
Einzelne Hautareale können sich durch die bakterielle Besiedlung zusätzlich entzünden. In diesem Fall kann man eine individuellen Immuntherapie die sogenannte Superinfektion beseitigen und eine allgemeine Verbesserung der Hautsymptome erzielen.
Infizierte Wunden, Wundheilungsstörungen
Die gestörte Wundheilung kann damit zusammenhängen, dass die Durchblutung im kranken Gebiet herabgesetzt ist. Dabei kann es sich um ein Problem der zuführenden Blutbahnen, der Arterien, handeln, oder um eines der abtransportierenden Blutgefäße, der Venen. Aber auch eine Kombination von beidem ist möglich. Sofern nicht genügend Blut in das Wundgebiet gelangt, wie das bei Ablagerungen in den Arterien (AVK) oder bei Diabetikern der Fall ist, können z. B. Antibiotika auf dem Blutwege auch nicht in ausreichender Menge zu ihrem Bestimmungsort gelangen. Wenn andererseits der Abfluss der Venen gestört ist, gibt es immer eine Schwellung im betroffenen Gebiet, die wiederum die Durchblutung behindert.
Selbst wenn diese Faktoren nicht vorliegen, gibt es Wunden, die nicht heilen oder sogar sich weiter ausbreiten. Meist sind diese dann mit Bakterien infiziert, die im Laufe der Krankengeschichte gegen die gängigen Medikamente unempfindlich (= resistent) geworden sind.
Des Weiteren ereignen sich Wundinfektionen zum Teil nach operativen Eingriffen, z. B. nach Operationen an Gelenken, mit oder ohne Gelenkersatz. Manche Bakterien können eine Art „Film“ bilden, den Medikamente nicht erreichen können.
In all diesen Fällen, gibt es die Möglichkeit, auf Basis sämtlicher Bakterien, die in der Wunde zu finden sind, erregerspezifische, individuelle Immuntherapie durchzuführen. Es ist ein geeigneter Weg, dem Immunsystem dazu zu verhelfen, sich aus eigener Kraft gegen die schädliche Besiedlung zu wehren.
Knochenentzündungen
Die meisten Knocheninfektionen werden von Bakterien verursacht. Offene Knochenbrüche, Unfallverletzungen mit unübersichtlichen, tiefen Gewebeverletzungen oder Quetschungen können infiziert werden. Bei intakter Haut können Bakterien über das Blut, ausgehend von infizierten Geweben (z. B. Mandel-, Mittelohr- oder Zahnentzündung), zum Knochen gelangen. Besonders anfällig sind mit dem Knochen verbundene Fremdkörper, wie z. B. künstliche Gelenkteile. Meistens handelt es sich bei den verursachenden Bakterien um Staphylococcus aureus.
Ist die Behandlung einer akuten Knochenentzündung z. B. mit Antibiotika nur teilweise erfolgreich, entwickelt sich eine chronische Knochenentzündung, die über Monate bis viele Jahre mit Schmerzen und Funktionseinschränkung verbunden ist. Die Lebensqualität der betroffenen Patienten wird stark einschränkt.
Manchmal sind mehrere Bakterienarten beteiligt, die nur noch auf breit wirkende Antibiotika ansprechen. Im Verlauf der Erkrankung können sich die Erreger und ihr Resistenzverhalten ändern, wobei das Arsenal der noch wirksamen Antibiotika geringer wird. Der fortschreitenden Knochenzerstörung folgen weitere chirurgische Eingriffe und weitere antibiotische Therapien. Solche schweren Krankheitsbilder wurden bereits bevor Antibiotika zur Verfügung standen mit dem Prinzip der individuellen Immuntherapie behandelt.
Eine solche auf den Patienten maßgeschneiderte Therapie ist in Studien kontrolliert worden und hat sich in über der Hälfte der Fälle als wirksam erwiesen.
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Diese Kette kann mit einer individuellen Immuntherapie aus den ansteckenden Eiterbakterien wirksam unterbrochen werden.
Bartholini-Abszess
Der Bartholini-Abszess ist eine Entzündung der Bartholinischen Drüse bzw. ihres Ausführungsganges im hinteren Drittel der großen Schamlippen. Wenn der Ausführungsgang sich wiederholt entzündet, kann es zu einer Verklebung kommen, so dass das Drüsensekret nicht mehr abläuft und sich eine Zyste mit gestautem Sekret bildet (Bartholinische Zyste). Diese Zyste kann wiederum mit Bakterien infiziert sein. Wenn die Entzündung auf das umgebende Gewebe übergreift, spricht man von einem Abszess. Leichtes Fieber kann dabei auftreten, typisch sind starke Entzündungs- und Spannungsschmerzen.
Meist wird der Abszess aufgrund der Schmerzen mit dem Skalpell eröffnet. Eine Therapie mit einem Antibiotikum schafft im Allgemeinen Abhilfe.
Dennoch gibt es Verläufe, bei denen die betroffenen Frauen sich wieder und wieder unter das Messer legen müssen. In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, auf Basis der nachgewiesenen Bakterien eine erregerspezifische, individuelle Immuntherapie durchzuführen.
Neurodermitis
Die Haut als wichtiges Barriere-Organ gegenüber der Umwelt ist bei Personen mit Neurodermitis weniger gut gegen Bakterien, Pilze und Viren geschützt ist als gesunde Haut. Oft ist sie chronisch mit Bakterien, vor allem Staphylokokken, infiziert.
Einzelne Hautareale können sich durch die bakterielle Besiedlung zusätzlich entzünden. In diesem Fall kann man eine individuellen Immuntherapie die sogenannte Superinfektion beseitigen und eine allgemeine Verbesserung der Hautsymptome erzielen.
Infizierte Wunden, Wundheilungsstörungen
Die gestörte Wundheilung kann damit zusammenhängen, dass die Durchblutung im kranken Gebiet herabgesetzt ist. Dabei kann es sich um ein Problem der zuführenden Blutbahnen, der Arterien, handeln, oder um eines der abtransportierenden Blutgefäße, der Venen. Aber auch eine Kombination von beidem ist möglich. Sofern nicht genügend Blut in das Wundgebiet gelangt, wie das bei Ablagerungen in den Arterien (AVK) oder bei Diabetikern der Fall ist, können z. B. Antibiotika auf dem Blutwege auch nicht in ausreichender Menge zu ihrem Bestimmungsort gelangen. Wenn andererseits der Abfluss der Venen gestört ist, gibt es immer eine Schwellung im betroffenen Gebiet, die wiederum die Durchblutung behindert.
Selbst wenn diese Faktoren nicht vorliegen, gibt es Wunden, die nicht heilen oder sogar sich weiter ausbreiten. Meist sind diese dann mit Bakterien infiziert, die im Laufe der Krankengeschichte gegen die gängigen Medikamente unempfindlich (= resistent) geworden sind.
Des Weiteren ereignen sich Wundinfektionen zum Teil nach operativen Eingriffen, z. B. nach Operationen an Gelenken, mit oder ohne Gelenkersatz. Manche Bakterien können eine Art „Film“ bilden, den Medikamente nicht erreichen können.
In all diesen Fällen, gibt es die Möglichkeit, auf Basis sämtlicher Bakterien, die in der Wunde zu finden sind, erregerspezifische, individuelle Immuntherapie durchzuführen. Es ist ein geeigneter Weg, dem Immunsystem dazu zu verhelfen, sich aus eigener Kraft gegen die schädliche Besiedlung zu wehren.
Knochenentzündungen
Die meisten Knocheninfektionen werden von Bakterien verursacht. Offene Knochenbrüche, Unfallverletzungen mit unübersichtlichen, tiefen Gewebeverletzungen oder Quetschungen können infiziert werden. Bei intakter Haut können Bakterien über das Blut, ausgehend von infizierten Geweben (z. B. Mandel-, Mittelohr- oder Zahnentzündung), zum Knochen gelangen. Besonders anfällig sind mit dem Knochen verbundene Fremdkörper, wie z. B. künstliche Gelenkteile. Meistens handelt es sich bei den verursachenden Bakterien um Staphylococcus aureus.
Ist die Behandlung einer akuten Knochenentzündung z. B. mit Antibiotika nur teilweise erfolgreich, entwickelt sich eine chronische Knochenentzündung, die über Monate bis viele Jahre mit Schmerzen und Funktionseinschränkung verbunden ist. Die Lebensqualität der betroffenen Patienten wird stark einschränkt.
Manchmal sind mehrere Bakterienarten beteiligt, die nur noch auf breit wirkende Antibiotika ansprechen. Im Verlauf der Erkrankung können sich die Erreger und ihr Resistenzverhalten ändern, wobei das Arsenal der noch wirksamen Antibiotika geringer wird. Der fortschreitenden Knochenzerstörung folgen weitere chirurgische Eingriffe und weitere antibiotische Therapien. Solche schweren Krankheitsbilder wurden bereits bevor Antibiotika zur Verfügung standen mit dem Prinzip der individuellen Immuntherapie behandelt.
Eine solche auf den Patienten maßgeschneiderte Therapie ist in Studien kontrolliert worden und hat sich in über der Hälfte der Fälle als wirksam erwiesen.
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